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Um die Realisierbarkeit der geplanten Geothermieanlage und des Fernwärmenetzes zu prüfen, lässt die Erdwärme Inn eine Machbarkeitsstudie erstellen.

Die Machbarkeitsstudie untersucht Szenarien für den Betrieb der geplanten Geothermieanlage und eines interkommunalen Fernwärmeprojekts unter verschiedenen Randbedingungen. Geologische Daten sind teilweise schon vorhanden, beispielsweise die Ergebnisse aus Erkundungsbohrungen auf Kohlenwasserstoffe in der Region um Ampfing, Waldkraiburg, Schnaittsee und Garching an der Alz. Weitere Analysen sowie ein entsprechendes Bohrprogramm sollen diese ergänzen.

Unter anderem soll die Machbarkeitsstudie folgende Faktoren prüfen und daraus letztlich auch Schlüsse über die optimale Größe der Geothermieanlage ziehen.

  • Mindestgröße und Varianten: Variablen sind hier die Anzahl der ans Wärmenetz angeschlossenen Haushalte und Gewerbebetriebe sowie landwirtschaftlicher Abnehmer (Gewächshäuser).
  • Kosteneffizienz: Entscheidend für die Kosteneffizienz und damit den Wärmepreis ist die Anschlussquote in den Gemeinden. Die Machbarkeitsstudie rechnet verschiedene Szenarien mit einer Endanschlussquote von 0 Prozent, 35 Prozent und 70 Prozent. Bis diese nach ca. zehn Jahren erreicht ist, geht die Studie von einer steigenden Anschlussquote aus. Ebenso spielt es eine Rolle, ob eine ORC-Anlage den Eigenstrombedarf erzeugt oder ob das bestehende Blockheizkraftwerk diese Aufgabe übernimmt.
  • Klimaverträglichkeit: Alleine schon der Einsatz von geothermischer Energie für 15 ha Gewächshäuser verringert den CO2-Ausstoß um ca. 30.000 bis 40.000 Tonnen jährlich. Pro Einfamilienhaus sind es im Vergleich zu einer Ölheizung 4,4 Tonnen.
  • Innovationen: Das geplante Monitoringkonzept, das gleichzeitig auch für die automatisierte Strom- und Wärmeabrechnung eingesetzt wird, schafft eine hohe Transparenz. Es ist die Basis für eine intelligente Steuerung der Anlagen, eröffnet den Haushalten Möglichkeiten zur Energieeinsparung und ermöglicht es, die Anlage effizient und netzdienlich zu fahren.

Die Machbarkeitsstudie wird aus dem Programm Effiziente Wärmenetze 4.0 des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.