Daniel, Thomas und Maxi Reichenspurner
Hauptgesellschafter und Projektträger der Erdwärme Inn GmbH & Co. KG sind mit jeweils 50 Prozent der Gesellschaftsanteile die Familien Schmack und Reichenspurner.

Die Familie Reichenspurner betreibt seit Generationen Landwirtschaft in der Region. Im Jahr 1630 findet sich erstmals eine historisch verbriefte Erwähnung des Reichenspurner Hofs in Garching. Seit den 90er Jahren kamen zur traditionellen Ackerbau- und Viehwirtschaft Sonderkulturen wie Spargel, Erdbeeren, Kürbisse und Artischocken hinzu. Im hochmodernen Gewächshaus in Tüßling erzeugen die Reichenspurners seit 2018 zudem ganzjährig heimische Erdbeeren, Tomaten und Paprika. Ein zweites Gewächshaus in Weiding ist gerade in der Bauphase. Dies vermeidet nicht nur klimaschädliche Transporte, es schafft auch Arbeitsplätze in der Region.

Historische Zeichnung Reichenspurner Hof
Daniel, Thomas und Maxi Reichenspurner

Ein folgerichtiger Schritt ist es nun, für die Produktion gesunder, regionaler Lebensmittel auch die lokal vorhandene Energie zu nutzen. Es ist die nächste Generation der Familie Reichenspurner, die diesen Weg beschreitet. Das geothermische Potenzial in der Region ist groß. Daher wollen die jungen Landwirte die Wärme aus der Tiefe nicht nur für ihre Gewächshäuser nutzen, sondern auch die Anliegergemeinden mit Erdwärme versorgen.

Die Firmengruppe Schmack aus Regensburg investiert seit 1995 im Bereich Erneuerbare Energien, bislang in den Sparten Biogas, Photovoltaik, Holzgas und Windkraft. Mit der Beteiligung an der Erdwärme Inn GmbH & Co. KG steigt sie nun auch in die Finanzierung von Geothermieprojekten ein.

Partner

Die Planung und Entwicklung einer Geothermieanlage ist ein komplexes Projekt. Mit der Geoenergie Bayern haben die Reichenspurners einen erfahrenen und kompetenten Dienstleister für die Projektentwicklung gesucht und gefunden. Das Management der Geoenergie Bayern war beispielsweise bei den Geothermieprojekten in Kirchweidach und Garching an der Alz verantwortlich tätig. Neben dem umfangreichen Know-how in allen technischen und geologischen Aspekten der Projektplanung verfügt die Geoenergie Bayern auch über die notwendige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, Kommunen und Vertretern öffentlicher Belange.

Um den Aufwand für ein Fernwärmenetz zu prognostizieren, hat die Firma Consolinno Energy GmbH eine Studie erstellt. Dafür hat sie den Wärmebedarf in den Gemeinden der Region untersucht und in verschiedenen Szenarien die Kosten für einen Ausbau des Fernwärmenetzes berechnet. Ziel ist ein wettbewerbsfähiger Preis, der auch in Zukunft für alle Interessent_innen klar kalkulierbar sein soll. Zwischenergebnisse liegen nun vor, Anfang 2022 soll auch das Endergebnis vorgestellt werden.

Frühzeitige und transparente Informationen für die Öffentlichkeit sind wichtig, um ein komplexes Vorhaben wie ein Geothermieprojekt zu kommunizieren. Diese Informationsarbeit schafft die Grundlage für eine Diskussion über das Projekt und damit auch Akzeptanz. Als Dienstleister für die Öffentlichkeitsarbeit hat sich die Münchner Firma Enerchange GmbH & Co. KG auf die tiefe Geothermie spezialisiert.

Für die hydrogeologische Exploration und die Konzeptplanung der Bohrungen ist die österreichische Firma RED Drilling & Services verantwortlich. Das Unternehmen verfügt über eine umfassende Expertise und war bereits in etliche Tiefbohrprojekte im bayerischen Molassebecken involviert.