Schematische Darstellung von Geothermieanlagen
Geschrieben von kj am Di., 25.05.2021 - 11:48
Südlich des Inns, in der Gemeinde Polling hat die Erdwärme Inn GmbH & Co. KG eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Sie untersucht, wie das geothermische Potenzial in der Region Polling bestmöglich für die Fernwärmeversorgung erschlossen werden kann. Eine eigene Webseite stellt der interessierten Öffentlichkeit nun Informationen über das Projekt und die Geothermie im Allgemeinen zur Verfügung.

Im Osten Bayerns entwickelt sich ein weiterer geothermischer Hotspot – etliche Projekte sind in der Planung und Umsetzung. Bestehende Projekte in Kirchweidach, Simbach/Braunau, Traunreut und Waldkraiburg produzieren verlässlich geothermische Wärme. Bayerns jüngste Geothermieanlage ging Anfang 2021 in Garching an der Alz in Betrieb. Weitere Geothermieprojekte sind in der Entwicklung (Taching am See, Nußdorf, Palling). Im interkommunalen Projekt Rupertiwinkel haben die Bohrungen im Herbst 2020 begonnen.

Für das Aufsuchungsfeld GT Tüßling, rund zehn Kilometer nördlich von Garching an der Alz, 15 Kilometer östlich von Waldkraiburg und 40 Kilometer westlich von Simbach-Braunau hat die Erdwärme Inn GmbH & Co. KG eine Aufsuchungserlaubnis erhalten. Inmitten anderer erfolgreicher Geothermieanlagen gelegen, lässt sich auch für diese Region ein vielversprechendes geothermisches Potenzial erwarten.

Transparente Information für die Bevölkerung

Eine Machbarkeitsstudie soll nun klären, wie dieses Potenzial bestmöglich erschlossen werden kann. Für den Bohrplatz und damit letztlich auch für das Grundstück, wo die Geothermieanlage angesiedelt sein wird, sind aktuell fünf Standorte in der Auswahl. Bei der Prüfung, welcher Standort am geeignetsten ist, spielen Natur- und Wasserschutz eine sehr große Rolle.

Um die ansässige Bevölkerung transparent über das Vorhaben zu informieren, hat die Erdwärme Inn GmbH & Co. KG nun die Webseite www.erdwaerme-inn.bayern erstellen lassen. Sie erklärt die Technologie, das Genehmigungsverfahren und die Maßnahmen, die beispielsweise bei den Bohrungen zum Schutz von Mensch und Umwelt zu ergreifen sind.

Eine Vielzahl von Fragen wird bereits auf der Webseite beantwortet – für weitere Fragen steht die Geschäftsführung der Erdwärme Inn gerne bereit und freut sich auf einen regen Austausch mit den Menschen vor Ort. Denn schließlich soll die Energie aus der Tiefe auch den Gemeinden Polling, Mühldorf und Tüßling dienen und sie mit klimafreundlicher Fernwärme versorgen.

Quelle

Erdwärme Inn GmbH & Co. KG